Inhalt und Ablauf der Hypnosetherapie

Hypnose ist eine Therapiemethode, um einen Trancezustand zu erreichen, in dem heilende psychische Entwicklungen möglich werden. Die Trance in der Hypnosetherapie ist ein nach innen gerichteter Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, Konzentration und Entspannung. Es ist ein selbstkontrollierter Prozess, bei dem gelernt wird, einen verbesserten Kontakt mit den inneren psychischen Prozessen herzustellen.

Unbewusst motivierte Verhaltensweisen können so identifiziert und bearbeitet werden (wie z.B. bei inneren Blockaden).

Fähigkeiten, welche vergessen oder verdrängt worden sind, können aktiviert und zur Problembearbeitung eingesetzt werden (Ressourcenaktivierung). In der Trance können Stärken und Fähigkeiten mit einem Problem verbunden werden, so dass diese Ressourcen in den Problembereich einfliessen können. Damit werden diese positiv verändert (Beispiel: Ressourcenaktivierung zur Tinnitusbehandlung und Traumaverarbeitung).

Die Hypnose besitzt noch weitere Potenziale:

Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose. In einer Hypnosesitzung lässt sich eine Klientin oder ein Klient durch unterstützende Worte und Suggestionen begleiten. Damit kann man sich besser auf die innere Vorstellungswelt einlassen . Diese begleitenden Worte und Suggestionen muss der Klient für sich in geeignete Vorstellungsbilder übersetzen. Ein Hypnosetherapeut hilft in diesem selbsthypnotischen Übersetzungsprozess und unterstützt das Finden problemlösender Ressourcen, die im Sinne eines Mentaltrainings umgesetzt werden.

Ein Selbsthypnose-Training ist wichtig, um einen Transfer der Hypnoseresultate in den Alltag zu erreichen.

Anwendungen der Hypnosetherapie

Die Hypnosetherapie hat ein sehr weites Anwendungsgebiet. In der Psychotherapie wie im Coaching wende ich Hypnose beispielsweise in folgenden Bereichen an:

NLP

In dieser Darstellung über die Möglichkeiten der Hypnosetherapie dürfen ein paar Worte zum Neurolingusistischen Programmieren nicht fehlen:

Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) entstand in den siebziger Jahren aufgrund der Zusammenarbeit des Linguisten John Grinder und dem Psychologen und Mathematiker Richard Bandler. Aus der Beobachtung der Therapiemuster berühmter Therapeutenpersönlichkeiten wie Virginia Satir (Familientherapie), Fritz Perls (Gestalttherapie) und Milton Erickson (klinische Hypnose) entstand im Laufe der Zeit eine Sammlung wirkungsvoller therapeutischer Methoden.

Die zentrale Idee beim NLP ist, dass die Art wie wir Sprache und Denken strukturieren, einen ganz bestimmten Einfluss auf unser Nervensystem hat (deshalb "neurolinguistisch"). Zudem versuchten Bandler und Grinder die therapeutischen Verfahren in eine mathematikähnliche Sprache zu übersetzen (deshalb "programmieren").

Das Ziel des NLP ist, durch die Beschreibung von Denkprozessen das eigene Erleben gezielt auf nützliche Weise zu verändern. Im NLP wurde von Anfang an konsequent auf die (verborgenen) Fähigkeiten des Klienten gesetzt. Was heute in der Psychotherapie als Ressourcenorientierung Allgemeinwissen darstellt, hätte ohne NLP nicht diese Verbreitung gefunden.

NLP verbreitete sich schnell als Form einer Kurzzeittherapie. Auch im Wirtschaftsbereich wurde das NLP eine wichtige Methode in Coaching und Supervision von Einzelpersonen in veranwortungsvollen Positionen. Stress und Burnout sind Bereiche, in denen sich mit NLP gut arbeiten lässt. Neben Burnout und Stresszuständen lässt sich im beruflichen Bereich NLP einsetzen bei Fragen wie:

Innerhalb der Psychotherapie wird NLP häufig angewendet bei:

Literatur Hypnosetherapie

Einführende Literatur: 

Weiterführende Literatur: